Geschichte

Die Geschichte des Karnevals in Emsdetten ist äußerst vielschichtig. Neben dem 2. Hauptfest der Stadt, dem Schützenfest, ist es seite eh und je sehr eng mit den Schützengesellschaften der Stadt verbunden. Sie gründeten letztendlich am 14.01.1914 die KGE – die Karnevalsgesellschaft Emsdetten. Die KGE ist damit der erste Zusammenschluss einiger Gesellschaften, um dem Thema Karneval gemeinsam mehr Gewicht zu verleihen und das karnevalistische Treiben im närrischen Dottland zu fördern.  Die Mitglieder der KGE sind bis heute die in Emsdetten ansässigen Vereine und Gesellschaften.

Die Geschichte des Dettener Karnevals und der KGE lässt sich – nach den Ausarbeitungen ihres früheren Präsidenten Lothar Huesmann – in verschiedene „frühe Epochen“ gliedern. Diese sind nachfolgend aufgelistet und werden in den kommenden Jahren durch weitere „Epochen“ vervollständigt.

Epochen

Weitere Epochen werden folgen…

Zur Geschichte des fastnachtlichen Brauchtums in Emsdetten bis zur Gründung der KGE
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Gründung der KGE und Durchführung des ersten Rosenmontagszuges im Jahr 1914
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Mutvoller Neubeginn nach schwerer Zeit
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Rückblick auf das 50jährige Jubiäum der KGE
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Und für Fans von historischen Aufnahmen aus Dottland hier noch zwei Raritäten in bewegten Bildern:

Historischer Film über den Umzug im Jahre 1937

Historischer Film über den Umzug im Jahre 1939

Geschichte der Prinzengarde

Die Prinzengarde wurde im Jahre 1959 von Josef Schulte gegründet. Sie ist eine Vereinigung innerhalb der Karnevalsgesellschaft Emsdetten, die 1914 von einigen Emsdettener Schützengesellschaften ins Leben gerufen worden war. Die Prinzengarde führt eigene Veranstaltungen durch, dient aber in erster Linie der Förderung der Karnevalsgesellschaft und des heimischen Brauchtums. Sie pflegt den Zusammenhalt aller ehemaligen Stadtprinzen von Emsdetten.

Mitglieder können nur ehemalige Stadtprinzen sein. Sie bleiben Mitglieder auf Lebenszeit. Äußeres Zeichen der Mitgliedschaft ist die rote Jacke mit schwarzer Hose, weißem Hemd und Fliege, unter der der Prinzenorden getragen wird. Für offizielle Anlässe ist der große Prinzenhut mit Feder erwünscht, die kleine Prinzenmütze ist Verpflichtung. Die Anschaffungskosten tragen die Prinzen selbst. Die Mitglieder nehmen an den Hauptveranstaltungen der KGE teil, stellen Abordnungen für das Podium bei den närrischen Sitzungen, nehmen am Prinzenball und am Karnevalssonntag am Prinzenfrühstück teil. Sie haben im Rosenmontagszug ihren eigenen Festwagen.

Die Aufnahme des residierenden Stadtprinzen in die Prinzengarde erfolgt nach Ablauf der Regentschaft in einer eigenen Zusammenkunft. Sie findet in Form einer „Verhandlung“ statt. Ein Staatsanwalt klagt die „Untaten“ des jeweiligen Prinzen an. Der von ihm selbst gewählte Verteidiger entkräftet diese natürlich nicht wahren Anklagepunkte. Die geschworenen Prinzen richten anschließend gemeinsam mit dem Richter über den Angeklagten und befinden über die Aufnahme in die Prinzengarde.

Der Garde steht der Kanzler vor. Er ist Mitglied des Vorstandes der Karnevalsgesellschaft Emsdetten und vertritt die Belange der Garde innerhalb der KGE. Er gehört auch dem kleinen Gremium an, das jährlich den Stadtprinzen wählt. Der Kanzler wird in der Generalversammlung der Prinzengarde, die jährlich nach der Hauptversammlung der KGE stattfindet, für drei Jahre gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Dem Kanzler zur Seite stehen der Schriftführer und der Kassierer. Beide sorgen für das Versenden der Einladungen und das Einkommen der Beiträge und Umlagen der Mitglieder. Beide werden gleichfalls auf der Generalversammlung für drei Jahre gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Der Schriftführer ist Stellvertreter des Kanzlers. Die Prinzengarde veranstaltet jährlich einen Ausflug, der mit einem Schützenfest verbunden wird. Außerdem wird jeweils am 1. Advent eine Nikolausfeier veranstaltet. Die Damen der Prinzengarde (Prinzessinnen) sind zu den offiziellen Veranstaltungen eingeladen. Sie haben analog zur Prinzengarde ihre eigenen Treffen, so z.B. den Prinzessinnen-Kaffee am Veilchendienstag, den jeweils die Vorjahres-Prinzessin in Abstimmung mit den Damen der Prinzengarde ausrichtet.

Nach den Kanzlern Josef Schulte und Theo Fallenberg, die sich hohe Verdienste um die Prinzengarde erworben haben, stand viele Jahre lang  Alfons Schwarte der Garde vor. Nach Fritz Teigeler, der von 1959 bis zu seinem allzu frühen Tod im Jahre 1987 die Geschäfte der Garde mit Umsicht und vorbildlicher Gewissenhaftigkeit führte, übte Heinz Hunnekuhl das Amt des Schriftführers und Kassierers aus. Carl König, heute Ehrenkanzler, führte die Prinzen als Nachfolger von Alfons Schwarte ebenfalls viele Jahre lang an.

Ihm folgte Egon Herbert, dem „Vize“ Ferdi Recker und Kassierer Gerd Limbrock schon seit vielen Jahren zur Seite stehen. Sie leiten die Geschicke der Prinzengarde mit ruhiger, aber bestimmter Hand und bilden die ausgleichenden Faktoren in mitten der vielschichtigen Prinzencharaktere. Im Oktober 2009 rückte Ferdi Recker dann in die erste Reihe. Er steht aktuell als gewählter Kanzler der Prinzengarde vor. Zum Vize wurde gleichzeitig Alfred Tecklenborg bestimmt. Gemeinsam mit Kassierer Gerd Limbrock leiten Sie derzeit die Geschicke der Garde.

Die jährlichen Feste werden jeweils von einem Festausschuss vorbereitet. Er besteht aus den zeitlich letzten drei Prinzenpaaren. Das neue Prinzenpaar rückt nach der Session direkt in dieses Vorbereitungsteam nach. Somit ist immer sichergestellt, dass die Vorbereitungen der Gardefeste von jungen und „unverbrauchten“ Aktiven getroffen werden. Es hat den unschätzbaren Vorteil, dass auch die neu hinzukommenden Paare direkt in die Garde eingebunden werden und somit das Kennenlernen sehr einfach vonstatten geht.

Die Prinzengarde besteht seit über 50 Jahren. Sie schafft es immer wieder aufs Neue, unterschiedlichste Charaktere und Menschen zu vereinen. Der Zusammenhalt ist trotz oder vielleicht gerade wegen der hohen Altersunterschiede sehr gut. Die Garde ist ein Zuhause für alle Stadtprinzen und Stadtprinzessinnen der Stadt Emsdetten und ein gewichtiger Teil des Karnevals in Emsdetten. Aus ihrer Mitte heraus sind bis heute alle Präsidenten der Karnevalsgesellschaft Emsdetten erwachsen.

 

Prinzengalerie

Die Prinzen der Garde sind immer für einen Spaß zu haben. Sie sind Karnevalisten durch und durch. Als in Jahr 2010 Walter Zurbrügg auf die Gade zukam und fragte, ob er mit den „Rotröcken“ ein neues Lied aufnehmen könne, um damit am BWK-Schlagerwettbewerb teilzunehmen, kam die Antwort prompt: Ja, natürlich! Und wenn wir einen Preis gewinnen, dann treten wir auch mit dir gemeinsam auf. Kaum gesagt war es auch schon so weit: Der Titel „Kerle wie wir“ errang Platz 3 beim Schlagerwettbewerb und die Prinzengarde hatte ihren gelungenen Auftritt auf dem BWK-Kongress 2010 in Bocholt. Walter Zurbrügg ist hier ein sehr schönes Schunkellied gelungen, dass sicherlich noch zu einigen Anlässen gespielt und gesungen werden wird.

… zum Lied von Walter Zurbrügg und den Rotröcken – KERLE WIE WIR

2018

Frank I. Riewe

Elke I.

“Mien hele Hiärt – schlött för Detten“

2017

Rainer I. Müllmann

Petra IV.

“So soll´s sein – Detten ein Verein“

2016

Dirk I. Albers

Diane I.

“Das Schönste ist – wenn du in Detten bist“

2015

Thomas II. Wiesner

Mika I.

“Einmal Detten – immer Detten“

2014

Christoph III. Hemesath

Petra III.

“Ja ne, ist klar – KGE wird 100 Jahr“

2013

Jörg I. Feldmann

Bärbel I.

“75 Jahr – Detten is wunderbar “

2012

Stefan I. Ahmann

Jutta II.

“Detten macht – Detten lacht“

2011

Christof II., Deermann

Helga II

“Detten regt sich – Detten dreht sich“

2010

Thomas I., Schriewer

Jutta I.

“Alle im Boot – Detten im Lot“

2009

Michael I., Jürgens

Angelika II.

“Maol Narr to sin – is guette Medizin“

2008

André I., Jürgens

Birgit I.

“Detten Helau – rut ut´n Bau“

2007

Hubert III., Brumley

Andrea I.

“Wir wollen Freude haben auf dieser Welt“

2006

Helmuth II., Schäckel

Hildegard V.

“Fahr mit im Narrenschiff“

2005

Bernhold I., Herder

Anja I.

“Detten zeigt Herz für Jecken“

2004

Christoph I., Possemeyer

Angelika I.

“90 Jahre ganz genau – zum Geburtstag Detten 3xHelau“

2003

Klaus II., Lammers

“Detten lacht – bei Tag und Nacht“

2002

Ändy I., Rengers

Marion I.

“Mien olle Detten – ick mag di von Hiärten“

2001

Paul I., Müllmann

Petra II.

“Ganz Dottland fest in Narrenhand“

2000

Dieter I., Rengers

Petra I.

“Einigkeit macht stark – Detten steht parat“

1999

Josef VII., Stolze

Margret III.

“Spaß wie eh und je – Dettske Narren sind o.k.“

1998

Egon I., Herbert

Maria IX.

“Narren kuomt von üöwerall – Detten fiert Karneval“

1997

Gerd I., Limbrock

Anne I.

“Dat Schönste wiet un siet – is Detten in de Narrentied“

1996

Ferdi I., Recker

Marlies I.

“Met Musik un Schwung- haol wie Detten jung“

1995

Alfred I., Tecklenborg

Maria VIII

“Dettsk Karneval – Spaß üöwerall“

1994

Heijo I., Tillmann

Barbara I.

“Achtzig Jahre Narretei – Detten dabei“

1993

Bruno I., Jendraszyk

Heidi I.

“De Prinz regiert un Detten fiert“

1992

Ewald I., Schmedt

Elisabeth II.

“Ein Detten – Ein Helau“

1991

Golfkrieg

1990

Klaus I., Hellwig

Inge I.

“Detten – je öller je döller“

1989

Helmut I., Laumann

Helga I.

“Detten heiter – aktiv weiter“

1988

Karl-Heinz II., Appelstiel

Mechthild I.

“Detten fünfzig Jaohr – all´s klaor“

1987

Hans I., Werning

Anneliese I.

“Wetten – Spaß in Detten“

1986

Bernhard II., Thomitzek

Hildegard IV.

“Detten is – Detten bliw“

1985

Leo I., Schulte-Veltrup

Päuli V.

“Füör Detten dat Beste“

1984

Karl VIII., Bücker

Margret II.

“Detten bliw jung“

1983

Hermann II., Ascheberg

Waltraud I.

“´83 – Detten macht sich“

1982

Karl-Heinz I., Althoff

Liesel I.

“Detten röpp – Detten löpp“

1981

Franz II., Steffen

Agnes I.

“Sägg Jau to Detten“

1980

Heinz IV., Hunnekuhl

Hildegard III.

“Dettsk Parodie schafft Energie“

1979

Franz II., Mersch

Hildegard II.

“Neubeginn – Detten in“

1978

Fritz II., Schülter

Christel II.

“Detten saniert und fiert“

1977

Heinz III., Mussenbrock

Marga I.

“Detten blaiht und gedaiht“

1976

Werner I., Terhaer

Maria VII.

“Detten – so was Schönes“

1975

Gottfried I., Schwarte

Gisela I.

“Detten wier beenig“

1974

Hermann I., Herting

Luise I.

“Detten alltied eenig“

1973

Arnold I., Ortmeier

Lissi I.

“Detten holl di fucht“

1972

Hubert II., Kötter

Maria VI.

“Detten üöver Disk un Stöhle“

1971

Josef VI., Müllmann

Maria V.

“Detten bliw Detten“

1970

Josef V., Krüler

Margret I.

“Tweemaol nao´n Maond – Drei Dage nao Detten“

1969

Clemens I., Beermann

Ulli I.

“Mündkesmaot staoht wi praot“

1968

Karl VII., Herting

Chrsitel I.

“Detten löpp äs´n Döttken“

1967

Carl VI., König

Ingrid I.

“Detten lacht – Dag un Nacht“

1966

Heinrich II., Wentker

Friedchen I.

“Off aolt off jung – Wi sind in Schwung“

1965

Reinhold I., Dalleiger

Maria IV.

“Detten Trallala“

1964

Franz-Hubert I., Wameling

Maria III.

“Fastaobendsdag – all von´n Schlag“

1963

Karl V., Lammers

Maria II.

“Meck, meck, meck – Weg met´n Dreck“

1962

Theo I., Fallenberg

Maria I.

“Einigkeit in Fröhlichkeit“

1961

Lothar I., Huesmann

Irmgard I.

“Detten – düftig und deftig“

1960

Josef IV., Beier

Renate I.

“Freiht ju un dreiht ju“

1959

Josef III., Schulte

Paula IV.

“Ganz Detten fiert Kopp an Kopp“

1958

Otto I., Roß

Paula III.

“Detten högger rup“

1957

Karl IV., Stroetmann

Ulla I.

“Dettske Dott – närrisch flott“

1956

Josef II., Karlheim

Dorchen I.

“Detten höllt Paohl“

1955

Wilhelm II., Isfort

Emma I.

“Ganz Detten an eenen Strang“

1954

Karl III., Wiedau

Spatzi I. (Antonia)

“För alle“

1953

Josef I., Michel

Elsbeth I.

“Detten staiht Kopp“

1952

Heinrich I., Münning

Paula II.

“Detten was´ reineweg ut „I“ Hüsken“

1951

Martin I., Weber

Cläre I.

“Nu ierst recht“

1950

Alfons I., Schwarte

Lea I.

“Wi makt wier met“

Alfons I., Schwarte

Lea I.

“Wi makt wier met“

1949

Fritz I., Teigeler

Edith I.

“Et gaiht wier rund“

1948

August I., Stegemann

Toni I.

1947

Everhard I., Stipp

Paula I

1939

Carl II., König

Elisabeth I.

“Wi giewt us nich“

1938

Bernhard I., Hölscher

Imi I.

Karl I., Wiedau

Änne II.

Rudolf I., Bertels

Änne I.

“Zickezacke, toi, toi, toi“

Constantin I., Beyer

Klärchen

“Gute Laune mußt du haben“

1914

Wilhelm I., Wiedau

“Allen wohl – Niemand wehe“