Der Vorstand der Karnevalsgesellschaft Emsdetten hat in den vergangenen Jahren hier und da an den Stellschrauben im närrischen Treiben von Dottland gedreht. Teilweise gewollt, teilweise aber auch gezwungen. Denn nachdem die KGE-Hochburg Graute Beik die närrischen Pforten endgültig geschlossen hatte, musste eine neue Bleibe her. Die KGE ging großes Risiko und nutzte die Ems-Halle für Altweiber (in dieser Session auch mit Frühstück und Frühschoppen für die närrischen Weiber), für den Frühschoppen an Karnevals-Sonntag und für die närrische Party nach dem Umzug an Rosenmontag. Von der ersten Moment an war diese Entscheidung ein voller Erfolg, lange Schlagen vor den Toren der Halle ein klarer Beweis.
Auch der Karnevalsauftakt wird seit zwei Jahren zur riesengroßen Fete. Am 11.11. gehen der amtierende Stadtprinz, der Stadtelferrat, die Saalprinzen, die Prinzengarde und die KGE-Spitze ins Rathaus, doch so richtig ab geht die Post am dann folgenden Samstag im mega-großen Zelt auf dem Rathausplatz. Auch hier entwickelte sich im Eiltempo ein echte Erfolgs-Story.
Ganz aktuell in dieser Session, dass die offizielle Kür des neuen Stadtprinzen-Paares nicht am ersten Wochenende des neuen Jahres stattfindet, sondern bereits eine Woche nach dem Auftakt durchgezogen wurde: Tobias I. und Jessica I. (Tecklenborg) – so heißt seit der Kür am 21. November das neue Prinzenpaar von Dottland. Diese neue Regelung gilt zunächst für zwei Jahre, dann wird man mit den frischen Erfahrungen und Reaktionen der Startphase im KGE-Vorstand neu entscheiden. Auf jeden Fall haben haben Prinzenpaar und Stadtelferrat bei einer Bekanntgabe im alten Jahr viel mehr Zeit, um sich intensiv auf die närrische Hochphase vorzubereiten.
Nun zu den beiden KGE-Sitzungen in der Ems-Halle, in dieser Session am 24. und 25. Januar des neuen Jahres. Die Proklamations-Sitzung hat in den vergangenen quasi als Selbstläufer einen neuen Weg gefunden, die zumeist jungen Gäste der Vereins-Elferräte haben der KGE ganz deutlich gezeigt, was sie von diesem Abend erwarten. Zu Beginn schnell die Proklamation des neuen Prinzenpaares, die Übergabe des Zepters, zwei, drei Gratulations-Worte, die Vorstellung des neuen Regenten-Paares, danach nur noch Stimmung pur. Da kann man getrost auf jeden Redebeitrag verzichten. Und genau dieser Forderung stellt sich der KGE-Vorstand.
„Doch wir müssen mit aller Macht versuchen, die gelebte Tradition des Karnevals in Dottland zu erhalten“, sagt KGE-Schriftführer Daniel Bösenberg, der zusammen mit KGE-Vizepräsident Thomas Weischer, Vorstandsmitglied André Jürgens und KGE-Senator Michael Wietkamp das Quartett bildet, dass sich seit Monaten um die Gestaltung der Sonntags-Sitzung kümmert, früher trug sie den Namen Jubilars-Sitzung oder auch Senioren-Sitzung. „In dieser Sitzung wollen wir versuchen, den Karneval aufleben zu lassen, wie er in Dottland von früher her bekannt ist. Mit tollen Büttrednern, mit Schunkel-Liedern, mit Artistik und Akrobatik, mit Tanzmariechen und -gruppen. Etwa vier Stunden ein Programm, gespickt mit Höhepunkten. Natürlich sind die Jubilars-Elferräte der Vereine zur Teilnahme aufgerufen, doch auch alle Närrinnen und Narren, die gern eine Sitzung der klassisch-bekannten Art mit modernem Schwung erleben wollen, sind ganz herzlich eingeladen. Gegen 14 Uhr wird zunächst flott das Gruppenfoto der Jubilars-Prinzen der Schützenvereine geschossen, die Ehrung dieser Jubilare wie auch die Ehrung des KGE-Jubilar-Paares Paul und Petra Müllmann wird in drei prägnanten Punkten ins Programm eingebaut.
„DETTEN JECKT“, so heißt der neue Name der Sonntagssitzung, wer kam denn auf diese Idee, Jecken gibt es doch eigentlich nur in Rheinland, in Dottland gibt es nur Närrinnen und Narren. Oder? „Wir haben uns das jeweilige KGE-Motto der vergangenen Jahre mal genau angesehen und haben in der Session 2005 das Motto „Detten zeigt Herz für Jecken“ gefunden - Prinzenpaar waren damals Bernhold I. und Anja I. Herder. Also haben wir diesen neuen Namen gewählt, die Leute sollen drüber reden“, sagt Senator Michael Wietkamp, der gern seine immense Erfahrungen aus dem Karneval in Köln bzw. Düsseldorf in seiner Heimatstadt Emsdetten einfließen lassen möchte.
Aktuell wird noch ein wenig am Programm gebastelt. „Es muss uns gelingen, dass die Besucher am 25. Januar begeistert nach Hause und sich schon auf das nächste Jahr freuen“, sagt André Jürgens, der sich auch in dieser Session um den Kartenverkauf kümmert, Karten für den Sonntag kosten 16 Euro (Samstag kosten die Karten 19 Euro), das bekannte Kuchenbuffet und die Schnittchen werden am Sonntag ausgetauscht gegen leckeres Laugengebäck, natürlich wird den Besuchern heißer Kaffee angeboten“, sagt Vizepräsident Thomas Wischer, der wie alle seine drei Quartett-Kollegen völlig überzeugt ist: „Detten JECKT wird auf Jahre gesehen ein voller Erfolg.“ Wie alle mutigen KGE-Neuerungen der vergangenen Jahre.
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Karten für beide Sitzungen können bestellt werden im Netz unter kartenbestellung@kge-emsdetten oder auch telefonisch unter 0171 3706 609 (A. Jürgens)

