2001 – 2026 = 25 Jahre – KGE-Stadtprinzen-Jubelpaar
Paul I. und Petra II. Müllmann
Motto: Ganz Dottland - fest in Narrenhand
Paul I. und Petra II. (Müllmann) – so hieß das Dettener Stadtprinzenpaar in der Session 2001, also vor 25 Jahren. Jubelprinz Paul ist Zweirad-Mechaniker-Meister, übernahm vor vielen Jahren von den Eltern den mittlerweile aufgegebenen Betrieb neben der ehemaligen Post, noch heute unterhält Paul einen Filial-Betrieb in Rheine. Reisen, Motorrad-Touren, Schützenfest, Karneval und der Schießsport – das sind die Hobbys des Jubelprinzen Paul I.. Seit einigen Wochen ist der Jubilar der 2. Vorsitzende der Schießfreunde Emsdetten. Seine Gattin Petra nennt Reisen, Wandern, den Gesang im Chor „Grenzenlos“ und natürlich auch Karneval und Schützenfest ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen.
Garde-Ehrenkanzler Ferdi Recker fuhr zu einem lockeren Gespräch in die Wohnung der Eheleute Müllmann am Münsterkamp – stellte dem Jubelprinzenpaar ein paar Fragen:
Wie ist Paul I. vor 25 Jahren Stadtprinz von Dottland geworden?
Paul: Ich wollte schon im Jahr 1996 Prinz werden, da hatten meine Eltern als Stadtprinzenpaar ihr 25-jähriges Jubiläum. Doch da passte es privat nicht so ganz, also habe ich mich für die Session 2001 beworben, da hatten meine Eltern ihr 30-jähriges Jubiläum. Vater ist leider schon verstorben, Mutter Mariechen feiert in diesem Jahr 55-jähriges Prinzessinnen-Jubiläum, wenngleich die Damen vor 55 Jahren nur eine kleine Rolle im Dettener Karneval spielten.
Vater und Sohn als Stadtprinzen von Dottland, gab es das vorher auch schon?
Paul: Ja, die Namen König und Schwarte fallen mir da ein. Bei der Familie König waren es Carl II. im Jahre 1939 und Carl VI. im Jahre 1967, in der Familie Schwarte waren es Alfons I. im Jahre 1950, Sohn Gottfried I. im Jahre 1975. Bei Müllmanns regierten Vater Josef VI. im Jahre 1971, ich als Paul I. im Jahre 2001. In dieser Session regiert mit Tobias I. (Tecklenborg) der Sohn unseres aktuellen Garde-Kanzlers Alfred, Dottlands Stadtprinz des Jahres 1995.
Petra: Der schönste Moment als Stadtprinzessin?
Petra: Den kann ich gar nicht nennen, es gab so viele davon. Gern erinnere ich mich an die Proklamations-Sitzung. Und die 13 lustigen Abende, an denen wir die Elferrats-Paare der Reihe nach aufgesucht haben - die bleiben mir unvergessen. Denn alle waren sehr überrascht.
Hatte auch Paul den schönsten Moment?
Paul: Als ich auf der Bühne der Ems-Halle von meinem Vorgänger Dieter Rengers das Zepter als Zeichen der Regentschaft bekommen habe - bei diesem Gedanken bekomme ich heute noch eine dicke Gänsehaut.
Rückblick - das Wetter an Rosenmontag 2001?
Petra: Als wir gegen 13 Uhr auf den Prinzenwagen stiegen, fing es an zu schneien, um 14.11 Uhr gab es dann einen strahlend blauen Himmel, doch es war rattenkalt.
Was war der absolute Höhepunkt der Session?
Paul: Die Besuche der Wagenbauer: zu sehen, mit welch einfachen Mitteln dort wunderbare Wagen gebaut wurden. Und natürlich Rosenmontag – die jubelnden Massen in Dottland. Zudem die Saal-Besuche, tolle Eindrücke, die man nie mehr vergisst.
Welche Dinge haben das Stadtprinzenpaar 2001 geärgert während der Regentschaft?
Petra: Die Proklamations-Sitzung dauerte fast sechs Stunden, erst weit nach Mitternacht war Feierabend, das war einfach zu lang. Dafür war die Prunk- und Galasitzung allererste Sahne.
Was würde das Stadtprinzenpaar 2001 mit den heutigen Erfahrungen anders machen?
Petra und Paul - wie aus der Pistole geschossen: Gar nichts, wir würden alles so wie damals wiederholen. Vom 18. November 2000 bis Rosenmontag 2001, das war eine einzige Party in stets allerbester Stimmung. Mit einem tollen Stadtelferrat 2001, an der Spitze Michael Spielmann als Präsident.
Ein Rat von Jubelprinz Paul I. an die jungen Närrinnen und Narren von Dottland?
Paul: Stets einen tollen Karneval in Detten feiern, dabei authentisch bleiben, sich niemals verbiegen.
Karneval hat sich enorm verändert in den vergangenen Jahren, geht da nicht ein Stück Tradition verloren?
Paul: Das glaube ich nicht, denn die Eckdaten sind doch immer noch identisch. In den Sitzungen hat sich zwar einiges geändert, doch die KGE muss in den Entscheidungen modern bleiben, stets mit der Zeit gehen.
Was ist denn im Dettener Karneval im Vergleich zu 2001 anders geworden, ist etwas besser geworden?
Paul: Heute sind es deutlich mehr Termine für Prinzenpaar und Elferrat als vor 25 Jahren, ein Mammut-Programm. Besser geworden ist der Prinzenball, weil die Ordensverleihung vorher schon beim internen Abend passiert.
Welchen Rat hat Prinzessin Petra für das neue Prinzenpaar?
Petra: Niemanden kopieren wollen, einen eigenen Weg finden und den zielstrebig gehen. Niemals versuchen, die Vorgänger übertrumpfen zu wollen. Wie schon gesagt - nur der eigene Weg ist der richtige.
Stadtprinzen-Garde – fühlen sich Petra und Paul dort wohl?
Petra und Paul: Wir sagen es in einem Satz. Eine ganz tolle Gemeinschaft, eine wirklich grandiose Truppe, für uns mit einer der schönsten Gemeinschaften in ganz Dottland. Ob im Karneval oder auch sonst – ein wirklich toller Haufen. Lobenswert!
Was plant der Stadtelferrat 2001 für die drei tollen Tage dieser Session?
Beim Auftakt am 11.11. und 15.11. waren wir natürlich dabei. Dann waren wir geschlossen zur 2. Sitzung in der Ems-Halle, zu „DETTEN JECKT“. Karnevals-Sonntag dann nach dem Prinzen-Frühstück folgt ein Frühschoppen im Kolpinghaus, Rosenmontag dann ein eigener Wagen. Wir hoffen, dass alle im Elferrat dieses stramme Programm in guter Gesundheit mitziehen können. Wir als Jubel-Prinzenpaar wollen gern die Saal-Besuche der KGE mitmachen, darauf freuen wir uns.
Paul – wo siehst du den Dettener Karneval in zehn Jahren?
Paul: Er wird ähnlich laufen wie jetzt, wenn die politischen Dinge weltweit das weiterhin zulassen. In Dottland werden wir die Tradition intensiv pflegen, die KGE muss immer wieder an kleinen Stellschrauben drehen, um einen modernen Weg mitgehen zu können. Genau das macht die KGE aktuell sehr gut.
Was würde das Jubelprinzenpaar den Närrinnen und Narren in Dottland gern noch mitteilen?
Petra und Paul: Feiert den Dettener Karneval ausgelassen in bester Stimmung. Ob in den einzelnen Vereinen oder auch im großen Straßenkarneval. Feiert alle ohne Krawall, feiert gemeinsam und stets lustig.
Zum Schluss drei Wünsche der Jubelprinzessin Petra?
Gesundheit für die Familie und alle Personen im Umfeld. Frieden in der Welt, als Basis für weitere Feierlichkeiten, nicht nur im Karneval. Und dass Rosenmontag in Dottland ein blau-weißer Himmel zu sehen ist. (Wenngleich Paul kein Schalke-Fan ist, er liebt seine „Gladbacher Fohlen“).
Letzte Frage: War es in der Session 2001 damals eigentlich teuer, Stadtprinzenpaar von Dottland zu sein?
Petra und Paul: Wissen wir nicht mehr so genau, war aber ja auch völlig egal. Die D-Mark wurde ja in 2001 eh abgeschafft, fortan gab es ja den Euro.

